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Törggelen & die 3 besten Glühwein Rezepte

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Törggelen & die 3 besten Glühwein Rezepte

 

Mit Ende September ist es bei uns in Söll immer so weit: die beliebte Törggele-Zeit beginnt. Das Törggelen ist eines der beliebtesten Brauchtümer in der alpenländischen Kultur: Ein gemütliches Zusammenkommen mit Familie und Freunden, lustige Gespräche, ´was Leckeres zum Essen. Und danach ein Glas Glühwein mit selbst gerösteten Kastanien. Auch wir vom LifeStyle Hotel Söll feiern diesen netten Brauch jedes Jahr gemeinsam mit unserer Familie und unseren Freunden!

Den Ursprung fand das Törggelen bei den Südtiroler Weinbauern während der Traubenpresse im Kelterraum. Vom Lateinischen Begriff „torquere“, was auf Deutsch „pressen“ bedeutet, leitet sich auch der Name „Törggelen“ ab.

Wir haben euch hier ein paar Rezepte zusammengestellt, wie ihr bei euch zu Hause einen tollen Törggele-Abend genießen könnt und den Tisch stimmig dekorieren könnt.

 

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1. Der perfekte Abend startet mit einem traditionellen Menü:

a. Gerst’lsuppe

Die Suppe wird im besten Fall schon einige Stunden vor dem Verspeisen angesetzt. Eine wichtige Regel besagt dabei: je länger die Gerst’lsuppe köchelt, umso cremiger wird sie. Original wird auch ein Rollschinken in der Suppe mitgekocht.

b. Tiroler Schlachtplatte

Die Schlachtplatte wird ganz traditionell mit einem würzigem Schweinsbraten, Rollschinken, gekochten Kartoffeln, Semmelknödel und Sauerkraut serviert.

c. Siaße Krapf’ln

Zum Abschluss darf ´was Süßes nicht fehlen! Die süßen Krapfen stellen wir aus einem ganz besonderen Teig her und füllen sie dann mit Kletzenfülle (Dörrbirnen-Mohnfülle). Alternativ dazu könnt ihr sie auch mit Preiselbeer- oder Powidlmarmelade füllen. Im Anschluss backen wir die Krapfen in ausreichend Fett heraus. Also nichts für die schlanke Linie, aber unglaublich lecker!!

Wem die „siaß´n Krapf´ln“ zu mächtig sind, empfehlen wir, auf einen Bratapfel auszuweichen. In unserem nächsten Blog Post verraten wir euch unser Lieblings-Rezept für einen Bratapfel und auch einige Geheimtipps unseres Küchenchefs zur Zubereitung. Der Bratapfel wird bei uns besonders in der Adventszeit sehr, sehr gerne schnabuliert.

➩ Doch zurück zu unserem Törggele-Abend:
Nachdem das Essen ein bisschen verdaut wurde, kommt der krönende Abschluss des Törggele-Abends: Glühwein mit Kastanien. Eine Tradition die es nicht nur am Christkindlmarkt gibt, sondern auch bei einem perfekten Törggele-Abend nicht fehlen darf:

 

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2. Kastanien selbst rösten

Wir geben euch ein paar Tipps aus unserer Hotelküche, wie ihr richtig leckere Maroni hinbekommt. Und zwar, die Schale der Maroni mit einem scharfen Messer an der flachen Bauchseite so einschneiden, dass die darunter liegende Frucht nicht verletzt wird.

Nun die Maroni auf einem Backblech für etwa 20-25 Minuten bei 240°C Ober- und Unterhitze rösten. Und schon könnt ihr die perfekten Maroni wie am Weihnachtsmarkt genießen.

Hier also nochmals die 3 wichtigsten Hacks, wie eure Kastanien auch im Backofen zu 100% gelingen:

  • Tipp 1: Verwendet zum Einschneiden ein super scharfes Messer!
  • Tipp 2: Wie schon angesprochen: Schneidet auf keinen Fall ins Fruchtfleisch, da sich die Kastanie sonst nicht mehr abschälen lässt. Also nur die Schale an der flachen Seite einschneiden.
  • Tipp 3: Heizt Euer Backrohr auf 240°C Ober- und Unterhitze vor! Die Kastanien erst ins Rohr geben, wenn die Temperatur erreicht ist. So lässt sich die Kastanie dann perfekt schälen.

 

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3. Glühwein selber zubereiten

Natürlich darf bei einem gemütlichen Beisammensitzen das passende Getränk nicht fehlen! Wir empfehlen euch drei leckere Glühwein Varianten, die ihr ganz einfach selbst zu Hause nachmachen könnt.

 

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3.1. Klassischer Tiroler Glühwein

Die erste Variante wäre der klassische Glühwein.

Was ihr dafür braucht:
– 1 Flasche trockenen Rotwein
– Schale einer Orange
– Saft einer Orange
– 3 Gewürznelken
– 2 Zimtstangen
– 2-3 EL Rohrohr-Zucker oder Honig
– Optional: Kardamom, Vanilleschote

 

Zubereitung:
Im ersten Schritt den Rotwein auf mittlerer Stufe erhitzen. Wichtig dabei ist, dass der Rotwein nicht kocht, da der Alkohol dabei verdampft und bei zu starker Hitze gefährliche Stoffe freigesetzt werden könnten. Wer den Glühwein nicht zu stark machen möchte, kann diesen auch gerne mit etwas Wasser verdünnen.
Während des Erwärmens die restlichen Zutaten hinzufügen. Danach den Topf mit den ganzen Zutaten vom Herd nehmen, und ungefähr eine Stunde ziehen lassen. Vor dem Servieren, das Getränk nochmals kurz erwärmen (Achtung! Erneut gilt: nicht zum Kochen bringen).
Anschließend noch durch ein Sieb gießen, um alle Gewürze aufzufangen. Und fertig ist der leckere, selbstgemachte Glühwein. Prost!

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3.2. Weißer Glühwein

Die zweite Option, die wir euch vorstellen möchten, ist ein weißer Glühwein.

Hierfür braucht ihr folgende Zutaten:

  • 1 Flasche Weißwein
  • 3 Stück Sternanis
  • 2 Stangen Zimt
  • 1 Orange (Saft und Schale)
  • Ein Schuss Rum
  • 2-3 EL Kandiszucker

 

Zubereitung:
Reibt zu Beginn die Schale der Orange ab. Achtet darauf, nur die äußere Schale und nicht die weiße Haut mit abzureiben, da diese bitter schmeckt. Im nächsten Schritt den Saft aus der Orange pressen. Nun den Weißwein mit den Gewürzen und dem Zucker langsam erwärmen. Auch hier unbedingt wieder darauf achten, dass die Flüssigkeit nicht kocht. Gebt den Orangensaft erst dazu, wenn ihr den Glühwein von der Platte genommen habt. Orangesaft soll man nicht aufkochen lassen, da er sonst unangenehm bitter wird. Vor dem Servieren nochmals erwärmen und absieben. Anschließend das Getränk noch mit Apfelspalten servieren. Und schon ist der weiße Glühwein fertig. Viel Spaß beim Verkosten!

Bei beiden Glühwein-Varianten gilt auf alle Fälle: Achtet auf eine sehr gute Qualität des Rot- bzw. Weißweins. Unser Küchenchef vertritt die Philosophie: Nur aus ausgezeichneten Zutaten kann man leckere Köstlichkeiten kreieren!!

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3.3. Alkoholfreier Punsch

Die letzte Variante ist ein alkoholfreier Punsch: für Kinder oder all jene, die auf Alkohol verzichten möchten.

Dafür benötigt ihr diese Zutaten:

  • 1 Liter Traubensaft
  • 1 Apfel
  • 3 Zitronenscheiben
  • 1 Stange Zimt
  • 2 Gewürznelken
  • ein bisschen Zucker oder Honig

 

Zubereitung:
Erwärmt den Traubensaft mit allen Zutaten in einem Top. Es könnte sein, dass der Zucker beziehungsweise Honig gar nicht mehr notwendig ist, da der Saft selbst oft schon sehr süß ist. Deswegen einfach zuerst kosten und dann gegebenenfalls abschmecken. Um den alkoholfreien Punsch weniger süß zu machen, könnte man ihn auch einfach mit Früchtetee verdünnen. Die Zutaten erneut für ca. 1 Stunden ziehen lassen und anschließend absieben. Und nun geht´s an´s Genießen! Auch diese alkoholfreie Variante ist einfach yummy.

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Mit diesen Leckereien ist für die Verpflegung Ihrer Gäste gesorgt. Das I-Tüpfelchen wäre nun noch die passende Dekoration, um eine stimmige Atmosphäre zu schaffen. Mit herbstlicher bzw. winterlicher Deko und Kastanien am Tisch, wird das Fest noch gemütlicher. Um die ländliche Stimmung nochmals aufzugreifen, serviert alle Speisen (wo möglich) auf Holzbrett’ln.

 

Wir vom POSTWIRT . LifeStyle Hotel Söll wünschen euch einen zauberhaften Abend im Kreise euer Liebsten und natürlich: Guten Appetit!
Euer Postwirt-Team

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P.S. Schreibt uns doch gerne auf Facebook oder Instagram, wie es euch bei den Törggele-Vorbereitungen ergangen ist. Natürlich würden wir uns über zahlreiche Fotos eures Glühweins, der Kastanien oder eures Törggele-Abends auf Facebook oder Instagram sehr freuen!
Hier geht´s zu unserem Instagram-Feed: @postwirtsoell

Blog Autoren

Sabine Egger

Sabine ist Content Creator vom POSTWIRT und ein begeisterter Fan dieses wundervollen LifeStyle Hotels im Herzen von Söll. Sie sammelt für Sie die spannendsten Themen rund ums Hotel und präsentiert Ihnen diese in der POSTWIRT NEWS LOUNGE.


März 1, 2022

Die Geschichte vom Faschingskrapfen

LifeStyle

✔ Wer gab dem Krapfen seinen Namen ?✔ Gab es ihn schon in der Antike? ✔ Was sind die Geheimtipps in der Zubereitung? ... diesen Fragen sind wir vom Postwirt Hotel Söll auf den Grund gegangen....

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